Das Blockhaus ist eine sehr alte Holzbauweise, die sich in vielen Gegenden der Welt in unabhängigen Formen entwickelt hat. Blockhäuser findet man in Skandinavien und Mitteleuropa genauso wie in Zentralasien oder Japan. Das liegt sicherlich daran, dass die Blockbauweise ein sehr naheliegende ist und mit einfachen Mitteln ausgeführt werden kann.
Ein Haus ist dann ein Blockhaus, wenn seine Wände aus übereinander gelegten Langhölzern bestehen. Ob dabei lediglich grob bearbeitete Baumstämme verwendet werden, Kanthölzer bzw. Balken oder mit einem dreieckigen Profil versehene Hölzer wie in Japan, spielt für das Prinzip keine Rolle. Die Blockbauweise aus grob zugerichteten Baumstämmen ist die wohl einfachste Art ein festes Haus zu bauen und uralt.
Ein Problem beim Blockhausbau aus gewachsenen Rundhölzern stellen die waagerechten Ritzen dar, die zwischen den Rundungen entstehen, wenn man die Stämme unbearbeitet aufeinander legt. Bei der einfachsten Bauform werden sie in Kauf genommen und einfach zum Schluss mit Lehm, Moos oder dergleichen abgedichtet. Eine bessere Methode besteht darin, die Stämme jeweils an der Unterseite der Länge nach mit einer Breiten Kerbe zu versehen, deren Kanten dann jeweils auf dem darunter liegenden Baumstamm aufsitzen. Aber auch hier muss noch mit geeignetem Material abgedichtet werden.
Als man Holz dann genauer bearbeiten konnte, kamen beim Blockhaus Bauweisen auf, bei denen die Stämme recht genau zusammenpassen. Moderne Blockhäuser sind natürlich so dicht wie Stein- oder Holzhäuser auch. Wer die Vorteile massiver Holzwände und das typische Aussehen schätzt, kann sich auch heute noch ein Blockhaus bauen lassen.