Durchaus machbar: Passivhaus in Fertigbauweise

Gerade energiesparende Häuser müssen nicht als Massivhaus ausgeführt werden, ein Passivhaus in Fertigbauweise ist durchus ein Option. Energiesparende Häuser sind eine Domäne auf der die modernen Technologien der Fertigbauweise zeigen können, was sie zu leisten imstande sind. Wer ein Fertighaus baut, ist heutzutage zunächst einmal frei in der Wahl der Baustoffe und kann zwischen Holz, Ziegel, Porenbeton und noch mehr Materialien wählen. Es lassen sich daher auch die Wandbauweisen einsetzen, welche die notwendige Wärmedämmung erbringen, die für die gewählte Energiesparstufe des geplanten Hauses erforderlich ist.

Will man ein Haus als Passivhaus ausführen, kommt es außer auf die Wärmedämmung auch auf die Konstruktion des Hauses an, die nicht zuletzt an den Standort angepasst sein muss: Ausreichend große Fensterflächen müssen nach Süden ausgerichtet sein, um Sonnenwärme einzufangen, Dachschrägen, die für Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen genutzt werden sollen, müssen ebenfalls in diese Himmelsrichtung weisen. Da ein Fertighaus heute kein Haus von der Stange mehr ist, lassen sich auch solche Aufgabestellungen mit Hilfe moderner Fertigbau-Technologie bei allen Haustypen ohne weiteres lösen.

Ihren großen Trumpf kann die Fertigbauweise aber bei den Wänden ausspielen: Wände sind heute nicht mehr, wie früher, lediglich plattenförmige Ansammlungen eines bestimmten Baustoffes, sondern durchdachte Konstruktionen aus mehreren Schichten. Anders sind die Anforderungen an die Wärmedämmung nicht zu erfüllen, welche die Konzeption eines Hauses als Passivhaus stellt. Da beim Fertighaus die Bauteile unter Werkstatt- anstatt Baustellenbedingungen gefertigt werden, ist es hier wesentlich leichter und kostengünstiger möglich, hier die erforderliche Qualität zu erreichen.


Wohnen im Holz-Fertighaus

Wohnen in einem Holzhaus ist immer etwas ganz besonderes und das gilt natürlich ganz vor allem auch, wenn es sich dabei um ein hochwertiges Fertighaus von Schwedenhaus handelt Gerade Holz eignet sich sehr gut als Material für hochwertige Fertighäuser, die gesundes Raumklima, gute Dämmung und ein heimeliges Ambiente bieten. Dieser Werkstoff ist sogar der „klassische“ Baustoff für Fertighäuser: Schondas berühmte, denkmalgeschützte „Norwegische Holzhaus“ in Wuppertal, welches als eines der ältesten Häuser in Fertigbauweise gilt, ist ein Holz-Fertighaus.

Nicht nur, dass das Bauen und Wohnen mit bzw. in Holz etwas althergebrachtes ist, auch gehören Holz und Fertigbauweise beim Hausbau darüber hinaus gewissermaßen von Natur aus zusammen: Schon seit Jahrhunderten arbeiten Zimmerleute beim Bau von Holzhäusern und Dachstühlen gewissermaßen mit Fertigteilen. Traditionell werden die einzelnen Balken auf dem Abbundplatz zugerichtet und dann auf die Baustelle gebracht, wo nur noch aufgerichtet, also montiert wird. Da man heute die Einzelteile von Holzhäusern und Dachstühlen mit computergesteuerten Abbundmaschinen maßgenau fertigen kann, entfällt das früher übliche Zusammenpassen der Holzkonstruktion auf dem Abbundplatz.

Von der Fertigung der Einzelteile auf dem Abbundplatz oder heute in der Halle der Zimmerei zur werkstattmäßigen Vorfertigung ganzer Baugruppen wie kompletter Wände ist es eigentlich nur ein kleiner Schritt Vor allem sind es die modernen Transportmöglichkeiten, die dies ermöglichen. Der Vorteil dabei ist, dass beim Bau der Teile eines Fertighauses unter Werkstatt-Bedingungen schneller, präziser und preisgünstiger gearbeitet werden kann als auf der Baustelle. Die Fertigbauweise macht sich also nicht nur am Preis, sondern auch an der Qualität bezahlt, die der Bauherr ein Leben lang beim Wohnen im Holz-Fertighaus zugute kommen wird.


Auch Fertighäuser können massiv gebaut sein

Fertighaus und Massivhaus waren früher zwei Begriffe, die sich diametral entgegenstanden. Entweder man wollte ein Fertighaus bauen – von den Verfechtern der Massivbauweise oft abschätzig als „Pappendeckelhaus“ bezeichnet – oder man baute massiv, also Stein auf Stein. Eine „massive Fertigbauweise“ gab es vor allem bei Zweckbauten, die mit im Betonwerk vorgefertigten Betonfertigteilen arbeitete und sich nicht besonders für Wohnhäuser eignete.

In den 1970er Jahren tauchte dann der Begriff des Massiv-Fertighauses auf. Zunächst verstand man darunter eher so etwas wie ein in Massivbauweise erstelltes, schlüsselfertiges Haus, wobei das eigentlich „fertige“ daran der Preis war, denn der stand, wie bei einem Fertighaus, von vorne herein fest, genauso, wie auch die kompletten Roh- und Ausbaumaßnahmen im Paket gekauft wurden. Der Ausdruck Fertighäuser sollte wohl auch hauptsächlich signalisieren, dass es ein solches Haus zum Festpreis gab, was vorher nur bei Fertighäusern angeboten wurde. Solche Häuser gibt es auch heute noch, aber sie werden nicht mehr unter dem Etikett „Fertighaus“, sondern als schlüsselfertige Häuser verkauft.

Seit den 70er Jahren hat sich jedoch viel geändert. Gestiegene Arbeitskosten haben das traditionelle Mauern stark verteuert, auch wenn hier heute arbeitssparende Verfahren mit großformatigen Plansteinen, die in Dünnbettmörtel versetzt werden, zum Einsatz gelangen. Andererseits wurden Verfahren entwickelt, mit denen man massive Hauswände stark mechanisiert und entsprechend preisgünstig fabrikmäßig herstellen kann. Daher ist es heute möglich, Bauteile aus Massivbaustoffen wie Ziegel oder Porenbeton genauso vorzufertigen und auf der Baustelle zu montieren, wie man das mit solchen aus dem „klassischen“ Fertighaus-Baustoff Holz von jeher gemacht hat, man kann also auch durchaus ein Fertighaus massiv bauen.


Fertighäuser aus Polen – eine echte Möglichkeit, Geld zu sparen?

Der Bau eines eigenen Hauses ist heutzutage eine recht kostspielige Angelegenheit und jeder Bauherr wird überlegen, wie und wo er dabei Geld sparen kann. Ein Möglichkeit, beim Bauen etwas preisgünstiger davon zu kommen, besteht darin, sich für ein Fertighaus anstelle eines Massivbaus zu entscheiden. Manche gehen aber noch eine Schritt weiter und überlegen, ob es denn unbedingt ein Fertighaus-Hersteller aus Deutschland sein muss, da auf vielen Gebieten heutzutage ausländische Produkte angeboten werden, die preisgünstiger zu haben sind als Deutsche Wertarbeit.

Man lässt sich die Zähne in Polen sanieren, beschäftigt Pflegedienste aus Polen oder fährt zum Tanken dorthin, wenn man in Grenznähe wohnt. In der Tat kann auch ein Bauherr bei der Suche nach Geldsparmöglichkeiten hier fündig werden, denn seit einiger Zeit werden bei uns auch Fertighäuser aus Polen angeboten. Auf den ersten Blick scheint das eine logische Einsparmöglichkeit zu sein, denn polnische Handwerker arbeiten – noch – billiger als deutsche, obwohl Polen ja schon eine Weile in der EU ist.

Grundsätzlich müssen polnische Fertighäuser nicht schlechter sein als deutsche, denn gerade in so einem traditionellen Bereich wie dem Bauwesen gibt es auch in technisch weniger entwickelten Ländern gute Facharbeiter. Polnische Fertighaus-Firmen müssen sich darüber hinaus am deutschen Markt orientieren und sind daher gezwungen, einen vergleichbaren Standard anzubieten, was die Variabilität und Flexibilität sowie die Produktpalette angeht, wobei es sogar Blockhäuser aus Polen gibt. Dass deutsche Bauvorschriften, insbesondere auch, was die Energieeffizienz angeht, eingehalten werden müssen, versteht sich von selbst, den sonst bekäme man für ein Haus aus Polen erst gar keine Baugenehmigung.

Allerdings ist es nun nicht so, dass deutsche Fertighaus-Firmen unbedingt teuer sein müssen. Auch in Polen sind die Löhne gestiegen und der Preis der Arbeitsstunde allein macht noch kein preisgünstiges Produkt, da auch die Effizienz eine große Rolle spielt: Ein geringerer Stundenlohn nutzt nichts, wenn dafür mehr Zeit für die gleiche Arbeit benötigt wird. Dazu kommt, dass ein großer Teil der Kosten beim Fertighaus-Bau aus Transportkosten besteht. Je weiter man von der polnischen Grenze entfernt ist, desto mehr schrumpft also ein eventueller Preisvorteil.

Schließlich kann es aber auch passieren, dass beim Bauen – egal ob es sich um ein Fertighaus oder ein Massivhaus handelt – hinterher nicht alles so ist, wie es sein sollte. Und in dieser Hinsicht wird ein Bauherr höchstwahrscheinlich ruhiger schlafen, wenn er weiß, dass er etwaige Gewährleistungsansprüche gegen eine deutsche Firma und nicht gegen eine im osteuropäischen Ausland durchsetzen muss.


Soll es ein Massivhaus sein oder ein Holzhaus?

Noch werden in Deutschland die meisten Wohnhäuser in Massivbauweise errichtet. Das liegt wahrscheinlich daran, dass viele Bauherren hier einem überkommenen Muster folgen: Wer bauen will, setzt sich mit einem Architekten oder einem Bauträger in Verbindung, lässt sich beraten und bekommt in den meisten Fällen ein Massivhaus oder ein Fertighaus aus Stein empfohlen. Die Frage „Massivhaus oder Holzhaus“ wird in einem großen Teil der Entscheidungsprozesse überhaupt nicht gestellt.

Unzweifelhaft hat ein handwerklich korrekt ausgeführtes Massivhaus, sei es ein Architektenhaus oder ein Fertighaus, egal ob man ein Reihenhaus oder einen Bungalow bauen will, viele der Vorteile, die ein Holzhaus ebenfalls hat und sogar einige ganz spezifische: Da wäre vor allem die hohe Masse des Mauerwerks, die zum einen eine effiziente Schalldämmung darstellt, zum anderen auch ein gutes Wärmespeichervermögen aufweist. Außerdem ist Stein nicht brennbar und daher im Brandfalle weniger problematisch.

Leute, die ein Massivhaus bauen, tun das wohl oft auch in dem Gefühl, dass ein solches dauerhafter sei, als ein Holzhaus. Das ist jedoch ein Trugschluss: Beide Haustypen muss man pflegen und wenn man das tut, können beide Jahrhunderte überdauern. Ein großer Vorteil des Holzhauses besteht darin, dass es aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und der Bau energiesparend ist, da die hölzernen Bauteile wesentlich leichter sind als steinerne. Holz hat darüber hinaus eine wesentlich höhere Wärmedämmfähigkeit, die diesbezüglichen aktuellen Anforderungen lassen sich mit Holz wesentlich leichter erfüllen, so dass Energiesparhäuser sehr oft Holzhäuser sind.

Dazu kommt, dass Holz der beste Baustoff ist, wenn man ein Fertighaus bauen will, da die Holzbauweise eigentlich immer eine Fertigbauweise ist. Schlussendlich wird mit Holz trocken gebaut, es gibt keine Austrocknungszeiten; in ein Holzhaus kann man sofort einziehen und von Anfang an gesund darin wohnen.


Kuschelig oder mondän: Der Bungalow

Der Bungalow galt in den 60er Jahren als mondäne Hausform. Diese Häuser hatten meistens ein Flachdach, waren als individuelle Architektenhäuser gebaut und sahen oft recht futuristisch aus. Das Wort an sich hat aber nichts mit der Dachform zu tun, es kommt aus Indien und meint ursprünglich ein eingeschossiges Landhaus. Das eigentliche Merkmal des Bungalow ist also die Eingeschossigkeit, die wiederum nahe legt, auch die Fertighaus-Bauweise zu erwägen, wenn das Traumhaus ein Bungalow sein soll.

Bei Bungalows liegt in der Regel die gesamte Wohnfläche in einer Ebene. Das hat den Vorteil, dass eine großzügige, offene Gestaltung möglich ist, die auch die Übergänge zwischen Drinnen und Draußen, zum Beispiel über Wintergarten und/oder Terrasse einbeziehen kann. Der Nachteil des Bungalows ist sein großer Flächenverbrauch im Verhältnis zur Grundfläche: Ein großer Bungalow sollte auch auf einem großen Grundstück stehen. Das hat möglicherweise zu dem mondänen Image geführt, das dieser Haustyp früher hatte: Weitläufige Räume mit großen Fensterflächen innen, ein großer, parkartiger Garten außen, so stellte man sich den Luxus-Bungalow als Domizil von Filmschauspielern und Künstlern vor.

Heute ist dieser Haustyp kleiner und bürgerlicher geworden und man findet oft den Bungalow als Fertighaus angeboten. Der moderne, kleinere Bungalow eignet sich sehr gut für Ehepaare ohne Kinder und hat den Vorteil, barrierefrei zu sein, was vor allem im Hinblick auf den Lebensabend nicht zu unterschätzen ist. Als Alterssitz käme ein solches Fertighaus daher auch in Frage, wenn man das große Haus nicht mehr benötigt, weil die Kinder flügge geworden sind.

Aber auch ein größerer Bungalow hat durchaus seine Reize, wenn ein entsprechend großes Grundstück zur Verfügung steht.In diesem Falle bietet sich eine reizvolle Variante dieses Haustyps an, der Winkelbungalow, der ebenfalls oft in den Typenlisten der Fertighaus-Hersteller zu finden ist. Er hat den Vorteil, nicht so langgestreckt zu wirken wie ein herkömmlicher Bungalow. Außerdem bietet die Winkelbauweise reizvolle architektonische Gestaltungsmöglichkeiten, wie etwa eine von zwei Seiten windgeschützte Terrasse.


Das charakteristische an schwedischen Holzhäusern

Die vielen kleinen Häuser in Schweden, die in dem typischen Farbton Schwedenrot gestrichen sind, sind eines der Markenzeichen des Landes. Diese Holzhäuser sind bekannt für ihr einerseits rustikales, andererseits teilweise verspieltes Aussehen. Meistens findet sich vor dem Eingang eine großzügige Veranda, die mit einem Vordach überdacht ist. Die Vordächer werden fast immer von filigranen Holzsäulen getragen.

Die Fenster und Türen in den Schwedenhäusern bestehen meist nicht aus großen Glasscheiben sondern werden als sogenannte Sprossenfenster gefertigt. Das heißt, dass kleinere Glasscheiben in ein Holzgestell mit mehreren quadratischen Fenstern eingesetzt werden. Trotz der Sprossenfenster sind die Holzhäuser immer so konzipiert, dass sie von innen hell und freundlich wirken. Die Fenster und Türen werden durch weiße Farbe deutlich von dem Rest des Hauses abgesetzt.

Meist kann man schon vom Eingang durch die komplette Wohnung schauen. Die Wände sind auch von innen fast immer holzvertäfelt. Dazu wird helles Holz verwendet. Dunkle Nischen gibt es in diesen Häusern kaum. Es wird schon bei der Planung dafür gesorgt, dass das Haus ausreichend von Tageslicht durchflutet wird.

Der Platz in den Schwedenhäusern wird nicht verschenkt. Auch die schrägen Dachgeschosse werden in der Regel noch als Wohnraum genutzt. Dort finden sich dann die Schlafzimmer.

Die Schwedenhäuser blicken auf eine jahrhundertealte Tradition zurück. Schon damals wurden sie auf ganz ähnliche Weise wie heute errichtet. Sie haben sich über die Jahre bewährt und glänzen nicht nur durch ihr markantes Aussehen


Treppenbau – Welche Arten von Treppen gibt es?

Je nach den örtlichen Gegebenheiten, den eigenen Designvorstellungen und dem vorhandenen Budget, gibt es viele Möglichkeiten, Höhenunterschiede innerhalb oder außerhalb eines Gebäudes durch den Bau einer Treppe zu überwinden. So verschieden die Geschmäcker so verschieden sind auch die Ideen der Treppendesigner und Architekten.

Immer noch häufig zu finden ist die Form der traditionellen Betonkerntreppe. Diese wird bereits beim Bau des Hauses zusammen mit dem Mauerwerk errichtet und ausgegossen, die Treppenstufen können dann je nach Wunsch mit Stein, Holz oder auch Auslegerware verkleidet werden. Eine andere Form, die meist in beengten Räumen zum Einsatz kommt, ist die so genannte Spindeltreppe. Hierbei sind die einzelnen Stufen kreisförmig um das Zentrum, die Spindel beziehungsweise Säule, angeordnet und fest mit ihr verbunden. Der Platzbedarf einer solchen Treppe auf den Grundriss bezogen ist hierbei sehr gering. In Räumen mit äußerst begrenztem Platzbedarf kommt die Raumspartreppe zum Einsatz. Ungewöhnlich bei dieser Variante ist die Einbringung von zwei Steigungen auf einer Trittstufe. Hierdurch ähnelt diese Treppe vom Prinzip her dem einer Leiter, die Füße des Begehers befinden sich immer auf unterschiedlich hohem Niveau. In großzügig bemessenen Räumen hingegen entfaltet die Gradläufige Treppe ihre besondere Wirkung auf den Betrachter. Trotz eines größeren Platzbedarfs vermittelt sie Standhaftigkeit und gibt dem Begeher Sicherheit. Mehr an ein Kunstwerk als an eine Treppe erinnert die, an einer Seite in die Wand eingelassene, Kragtreppe. Die zum Raum hinzeigende Seite der Trittfläche scheint hierbei frei zu schweben. Je nach Geschmack und vorhandenem Platz, es gibt sie für jeden Raum, die richtige Treppe.


Die Wangentreppe – ein Klassiker

Jede Treppe benötigt eine Verbindungskonstruktion, mit der die einzelnen Trittstufen festgehalten werden. Über diese Konstruktion entscheiden die baulichen Voraussetzungen und der persönliche Geschmack.
Gerade bei ganz oder teilweise frei im Raum stehenden Treppen werden für diese Konstruktion die so genannten „Wangen“ gerne eingesetzt.
Im einfachsten Fall bestehen die Wangen aus zwei (Holz-) brettern auf beiden Seiten einer geraden Treppe, in welche Vertiefungen eingefräst oder eingeschnitten werden. Diese Vertiefungen nehmen die Stufenbretter auf.
Je nach Art der Vertiefungen stehen die Stufenbretter ausschließlich vorne über der Wange vor („eingeschobene Treppe“), vorne und hinten über der Wange vor („eingeschnittene Treppe“) oder gar nicht vor („halbgestemmte oder gestemmte Treppe“).
Die beiden letzteren Typen unterscheiden sich durch ein für die Optik, die Begehbarkeit und nicht zuletzt für die Reinigung wichtiges Merkmal: Die gestemmte Treppe besitzt nämlich zusätzlich zu den waagrechten Trittbrettern an deren Ende noch senkrechte Setzstufen. Diese Setzstufen verhindern nicht nur ein Verfangen mit den Füßen, sie sorgen auch dafür, dass Schmutz nicht nach unten durchfällt.
Die Wangen selbst werden am Treppenabsatz unten, an der Mauer (oben) und/oder an einer seitlichen Wand („Wandwange“) befestigt.
Die Wangen wiederum nehmen, neben den einzelnen Treppenstufen, den Handlauf und das Geländer auf, um vor einem Sturz zu sichern.
Die Wangentreppe zeichnet sich durch ein hohes Maß an Flexibilität aus: Sie kann sowohl für schlichte als auch für gespindelte Treppen verwendet werden und kennt auch in Bezug auf die verwendeten Baumaterialien nahezu keine Grenzen.
Die Wangentreppe – sicher ein Klassiker unter den Treppenkonstruktionen.


Im Bungalow barrierefrei wohnen

Was man sich unter einem Bungalow vorstellt, hat sich im Laufe der letzten 30 oder 40 Jahre stark verändert. Heute versteht man darunter meist ein Ferienhaus. In den 60er Jahren hingegen kamen sie in Mode, die Bungalows als eingeschossige, oft sehr repräsentative Einfamilienhäuser, die in einem sehr modernen, manchmal sogar futuristischen Baustil gebaut wurden. In vielen Fällen besaßen sie auch ein Flachdach, was damals als sehr modern galt, genauso wie die sehr flachen Sattel- oder Pultdächer, die man bei diesen durchaus als mondän zu bezeichnenden Bungalows ebenfalls in vielen Fällen fand.

Daher sind viele Menschen der Meinung, ein Bungalow habe grundsätzlich ein flaches Dach. Das ist jedoch nicht richtig. Das Wort Bungalow kommt aus dem Hindi und leitet sich von dem Wort „bungla” ab, welches „Land” bedeutet. In seiner Grundbedeutung meint das Wort Bungalow also ein eingeschossiges Landhaus, obwohl die typischen, in den 60er Jahren modernen Bungalows eher in Städten zu finden waren.

Heute wird der Begriff Bungalow vor allem für einfache Häuser benutzt, die man nur zeitweise, etwa im Urlaub bewohnt. Der heutige Bungalow ist also oft ein Wochenend- oder Ferienhaus, daher nennt man ihn auch  Ferien-Bungalow. Als Bungalow bezeichnet man diese Art Häuser vor allem deswegen, weil sie eingeschossig sind, was das eigentlich Kriterium für einen Bungalow darstellt.

Aber auch als Dauerwohnhaus hat der Bungalow einige Vorteile aufzuweisen. Zum einen sind die Baukosten durch den eingeschossigen Aufbau oftmals günstiger als bei mehrgeschossigen Häusern. Vor allem aber entfällt das lästige Treppensteigen, was für Senioren oder Menschen mit Behinderungen ein wichtiges Kriterium ist. Ebenerdiges Bauen heisst auch barrierefreies und behindertengerechtes Bauen und so können auch ältere Menschen oder Rollstuhlfahrer ohne Hilfsmittel jeden Raum des Hauses erreichen.