Ziegelhaus: Stein auf Stein zum Eigenheim

Als Ziegelhaus kann man praktisch alle Haustypen ausführen egal ob hinsichtlich Form, Planungsweise, energetischer Einstufung oder der Modalitäten beim Bau oder Kauf. Ziegelhäuser können als Passivhaus oder sonstiges Energiesparhaus konzipiert werden, als Reihenhäuser, Einfamilienhäuser, Doppelhäuser oder Mehrfamilienhäuser gebaut werden und in allen Ausbaustufen vom Rohbau über das Ausbauhaus bis hin zum schlüsselfertigen Massivhaus erworben werden. Einige Ziegelhaus Anbieter bieten den Bauherren auch Ziegelhaus Fertighäuser an, dabei werden vorgefertigte gemauerte Decken- und Wandelemente zu einem Ziegelhaus verbunden.

Das Ziegelhaus ist eine von alters her bekannte und auch heute noch viel verwendete Bauform, die stellenweise den Wohnbau dominiert. Alternativen zum Ziegel wie Leichtbetonsteine und Blähtonsteine konnten sich beim Bau von Massivhäusern für Wohnzwecke nicht durchsetzen. Der Ziegel ist einer der ältesten Baustoffe, war bereits zur Zeit der mesopotamischen Kultur seit langem bekannt und wurde nach allem was man weiß bereits in der Jungsteinzeit verwendet.

Die längste Zeit in der Ziegelhaus-Geschichte baute man mit Vollziegeln, welche auch Backsteine genannt werden. Erst in den letzten Jahrzehnten wurden Ziegel mit Hohlkammern entwickelt. Das machte gleichzeitig die Herstellung und Verwendung größerer Steinformate möglich, die als Vollziegel zu schwer zu vermauern und bereits beim Brennen sehr problematisch wären.

Früher, als es nur Backsteine gab, wurden selbst dicke Wände von Ziegelhäusern mit Hilfe teilweise sehr kunstvollen Verbänden gemauert. Ein modernes Ziegelhaus besteht aus großformatigen Ziegelsteinen, die sich wesentlich schneller vermauern lassen als Backsteine. Den heutigen Ansprüchen an den Wärmedämmwert eines Wandbaustoffes entsprechen Ziegel einerseits durch die Luftkammern im Hohlblockstein, zum anderen durch Zusätze zum Ton, die beim Brennen vergasen und den Scherben des Ziegels porös machen. Die energetische Schwachstelle beim Ziegelhaus sind die Mörtelfugen, die als Kältebrücken wirken. Dem wirkt man entgegen, indem man heutzutage spezielle Wärmedämmmörtel verwendet um auch mit einem Ziegelhaus die Anforderungen der EnEV zu erfüllen.


Architektenhaus: Traumhaus nach Maß!

Wer sich zum Hausbau entschließt und ein vollständig individuelles Haus haben möchte, wird sich für ein Architektenhaus entscheiden. Für manche Menschen stellt es gewissermaßen die Königsklasse des eigenen Hauses dar.

Architektenhäuser werden nicht nur vom Grundriss her, sondern auch von der gesamten baulichen Gestaltung her individuell für den jeweiligen Bauherrn entworfen. Von einem fähigen Architekten darf man erwarten, dass er dem Bauherrn einen Entwurf liefert, der nicht nur seine praktischen und ästhetischen Bedürfnisse voll befriedigt, sondern sich auch harmonisch in das jeweilige städtebauliche Umfeld einfügt. Auch für den Architekten ist ein Architektenhaus-Projekt eine sehr schöne Sache, denn hier kann er seine ganze Kunst zeigen.

Allerdings ist es auch mit zusätzlichen Kosten verbunden, wenn man sich ein Architektenhaus bauen lässt. Der Entwurf eines Hauses ist ein komplexe Angelegenheit und wenn er für einen einzigen Bauherrn ausgeführt wird, muss der natürlich sämtliche Arbeitszeit bezahlen, welche der Architekt und seine Mitarbeiter für das Projekt aufwenden. Das beginnt mit den Vorgesprächen und geht über die Entwurfsarbeit bis zu den Arbeitsstunden, welche die Mitarbeiter des Architekten mit der Ausarbeitung der Werkpläne verbringen. Und das hat natürlich seinen Preis.

In de Mehrzahl der Fälle werden Architektenhäuser wohl als Massivhaus ausgeführt werden. Beim heutigen Stand der Fertighaus-Technik ist es aber auch durchaus möglich, ein Architektenhaus in Fertigbauweise zu erstellen. Wenn man sich für ein vom Architekten geplantes Haus interessiert, sollte man Kontakt zu einem Architekturbüro aufnehmen und sich einen individuellen Grundriss für das Traumhaus nach Maß entwerfen lassen.


Fertighaus: Das richtige Haus für jeden Geschmack

Ein Fertighaus ist schon lange keine Billiglösung mehr, sondern stellt eine ernstzunehmende Alternative zum Massivhaus dar. Auch sind Fertighäuser heutzutage beileibe keine Häuser von der Stange mehr. Aus den vielen Fertighaustypen kann man sich das passende Haus für ein eventuell vorhandenes Grundstück aussuchen oder es an den eigenen Geschmack und die Bedürfnisse der Familie anpassen.

Das eigentlich Kriterium für ein Fertighaus stellt die Technik dar, in der es erstellt wird. Während ein herkömmliches Haus an Ort und Stelle Stück für Stück aus den jeweiligen Baustoffen gebaut wird, kommt ein Fertighaus in großen, vorgefertigten Teilen, die auf der Baustelle zusammengesetzt werden. Fertigbauweise kann im Prinzip mit unterschiedlichen Werkstoffen realisiert werden: Zweck- und Industriebauten werden beispielsweise oft aus Beton-Fertigteilen gebaut und auch mit werkstattmäßig vorgefertigten Ziegelwänden wurde bereits experimentiert.

Typisch für Einfamilien Fertighäuser ist heute jedoch die Ständerbauweise, bei der Holzrahmen mit einer Beplankung aus Holz- oder anderen Werkstoffen versehen und auf der Baustelle montiert werden. Dank moderner Fertigungstechniken können Fertighaus-Teile heute individuell gefertigt werden. Das bedeutet, dass man heute auch ein vollständig individuell gestaltetes Haus als Fertighaus bekommen kann. Auch sind Fertighäuser heutzutage keineswegs mehr auf die früher übliche, eingeschossige Bungalow-Bauweise beschränkt.

Gerade wenn man ein Holzhaus bauen will, ist dies sehr gut als Fertighaus zu realisieren, wie die Fertighaus-Typen von Schwedenhaus zeigen. Die Konstruktion von Fertigwänden für Holzhäuser bietet zudem hervorragende Möglichkeiten, eine hochwirksame Wärmedämmung zu erreichen, so dass ein Holz-Fertighaus ohne weiteres auch als Passivhaus gebaut werden kann.


Einfamilienhaus: Ein Heim für die ganze Familie

Ein Einfamilienhaus ist der Traum sehr vieler Menschen und wie jedes Wohneigentum, ein sinnvoller Beitrag zur Altersversorgung. Im Bauwesen versteht man unter einem Einfamilienhaus ein Wohnhaus, welches für die Nutzung durch eine Familie ausgelegt ist. Einfamilienhäuser können in unterschiedlichen Formen bestehen: Als freistehendes Einfamilienhaus, als Doppelhaushälfte, als Reihenhaus oder auch in einer anderen, weniger gebräuchlichen Form, wie etwa als Terassenhaus. Auch das Material spielt keine Rolle, es kann ein Steinhaus sein, ein Holzhaus wie das Schwedenhaus oder gar eines in einer der neuen, ökologischen Bauweisen aus Strohballen oder Lehm.

Lange Zeit war der Königsweg zum Einfamilienhaus der eigene Neubau, heute werden auch sehr viele ältere Einfamlienhäuser zum Kauf angeboten. Daher ist es eine Überlegung wert, ob man sich für einen Einfamilienhaus-Neubau entscheiden, oder aber einen oft preisgünstigeren Altbau kaufen soll. Mancher scheut das „Abenteuer Hausbau” und setzt sich lieber gewissermaßen in ein gemachtes Nest mit bereits angelegtem Garten, womöglich schon mit älteren Bäumen und Büschen und einem bereit eingespielten Umfeld mit funktionierender Infrastruktur.

Ein Mittelweg beim Wunsch nach einem Einfamilienhaus, das man gleich beziehen kann, wäre der Kauf eines schlüsselfertigen Hauses, was den Stress beim Bauen minimiert aber die Vorteile wahrt, die der Hausbau in Eigenregie bietet: Das Haus kann im Rahmen de Bauvorschriften und des eigenen Geldbeutels optimal an die Wünsche und Bedürfnisse des Bauherrn angepasst werden.

Einige Leute mieten sich auch Einfamilienhäuser. Das bringt zwar einige der Vorteile, die ein Einfamilienhaus bietet, aber es ist eben kein „eigenes Haus”. Lebenslange Befreiung von der Miete und einen wichtigen Beitrag zur Altersversorgung kann nur das eigene Einfamilienhaus bieten. Wer das erkannt hat, wird schon bald die Baufinanzierung durchrechnen und sich nach einem Einfamilienhaus umsehen, egal ob als Fertighaus oder Massivhaus neu gebaut oder ein vom Immobilienmakler vermitteltes Haus um damit seiner Familie bald ein eigenes Heim zu bieten.


Reihenhaus: Erschwinglich im Preis

Ein Reihenhaus wird manchmal scherzhaft als „eine Scheibe Haus” bezeichnet. Der Begriff bedeutet, dass annähernd baugleiche Häuser mit ihren Seitenwänden aneinander stehen. Eine Reihe Reihenhäuser besteht immer mindestens aus drei Häusern; bei zwei Häusern nebeneinander spricht man von einem Doppelhaus.

In der Regel werden Reihenhaus-Bauprojekte von Bauträgern durchgeführt, da sie eine einheitliche Konzeption, Planung und Bau-Ausführung erfordern. Der Kauf oder Bau eines Reihenhauses kommt in der Regel günstiger als die Anschaffung eines freistehenden Hauses.  Man kommt mit einem kleineren Grundstück aus und profitiert von der Kosten-Ersparnis durch den Bau mehrerer oder gar vieler gleichartiger Häuser. Der Preis eines Reihenhauses ist also in aller Regel günstiger als der eines freistehenden Hauses.

Bei einem Reihenhaus entfallen zwei Außenwände, bei einem Reihenendhaus immerhin noch eine, was natürlich bedeutet, das man Heizkosten spart. Der Nachteil ist, dass man auch zwei beziehungsweise einen „Wand-an-Wand-Nachbarn” hat, also im Hinblick auf Belästigung durch Lärm nicht besser dran ist, als in einer Wohnung. Vor allem wirkt sich dies bei Körperschall aus: Wenn der Nachbar etwa Klavier spielt, kann man es genau wie in einem Mehrfamilienhaus deutlich hören. Allerdings ist bei Reihenhaus Neubauten die Technik der Schalldämmung weit vorangeschritten, worduch man nicht mehr jedes Wort des Nachbarn hört. Im Gegenteil, moderne Dämmmethoden schaffen ein ruhiges Wohnen, ganz wie in einem freistehenden Wohnhaus.

Die Kostenersparnis durch die eingesparten Seitenwände in einer Reihenhaus-Flucht wird zum Teil dadurch wieder aufgezehrt, dass die Trennwände bei Reihenhäusern feuerfest, also als Brandschutzmauern ausgeführt werden müssen. Im Hinblick auf die Bauvorschriften ist es unerheblich, ob es sich bei einem Reihenhaus um ein Ein-, Zwei- oder Mehrfamilienhaus handelt, da der Begriff baurechtlich vor allem Bedeutung für die Grenzabstände hat. In der Umgangssprache versteht man unter einem Reihenhaus jedoch stets das typische Einfamilien-Reihenhaus, allenfalls noch ein Zweifamilien-Reihenhaus. Vor allem in Ballungsräumen ist das Reihenhaus-Konzept eine Möglichkeit, Wohneigentum für möglichst viele Menschen zu einem möglichst erschwinglichen Preis zu schaffen.


Plusenergiehaus: Liefert das Plus an Energie

Ein Plusenergiehaus ist sozusagen Haus und Kraftwerk in einem. Es verbraucht nicht nur im Durchschnitt keine Energie, sondern liefert sogar welche nach außen. Energieeffizientes Bauen und das Plusenergiehaus-Konzept ist eine sehr komplexe Sache, denn hier werden unter Umständen sogar kleinste Möglichkeiten Energie zu gewinnen oder zu sparen ausgenutzt.

Der Plusenergiehaus-Gedanke ergibt sich von selbst, wenn man das Nullenergiehaus dahingehend weiterentwickeln will, dass es nicht nur im Jahresdurchschnitt, sondern ständig ohne Energielieferung von außen auskommt. In diesem Falle muss man nämlich die hauseigene Energieerzeugung so auslegen, das auch bei der ungünstigsten Kombination aus Angebot und Bedarf genug Energie für das Haus erzeugt wird.

Dadurch ergibt sich jedoch zwangsläufig, dass zu anderen Zeiten mehr Energie erzeugt wird, als im Haus selbst benötigt wird. Und das bedeutet, dass das Haus im Durchschnitt Energie abgibt: Wenn ein Haus nie Energie bezieht, aber manchmal Energie abgibt, ist es auf jeden Fall ein Plusenergiehaus.

Will man ein Plusenergiehaus bauen, verursacht dies natürlich einiges an zusätzlichen Kosten. Auch wird sich ein Plusenergiehaus-Konzept fast nur mit einem Neubau realisieren lassen. Ein Holzhaus bietet in diesem Falle einige Vorteile, zumindest, wenn man so weit gehen will, dass sich das Haus im Tagesverlauf stets selbständig nach der Sonne ausrichtet um möglichst viel ihrer Energie einzufangen.

Ein weiterer Aspekt ist, dass ein Plusenergiehaus, mit der Zeit diejenige Energie wieder zurückbringt, die bei seinem Bau aufgewendet wurde, die so genannte Graue Energie. Die höheren Baukosten die ein Plusenergiehaus-Bauherr aufwenden muss, amortisieren sich im Laufe der Zeit durch die gesparten Energiekosten und der Verkauf der Energie aus den Überschüssen, die das Plusenergiehaus erzeugt, kann dann einen Beitrag zu den sonstigen laufenden Kosten leisten.

Neben den Sparmöglichkeiten in Bezug auf die Energiekosten hat ein Plusenergie Haus einen weiteren großen Vorteil: Mit dem Bau eines Plusenergiehauses betreibt man in jedem Fall konsequenten Klimaschutz!


Energiesparhaus: Spart Geld und Energie!

Die Bezeichnung Energiesparhaus wird landläufig für Häuser benutzt, bei denen besondere bauliche Maßnahmen getroffen wurden um Energie, vor allen Dingen Heizenergie, zu sparen. Der Begriff Energiesparhaus überschneidet sich mit dem Niedrigenergiehaus, wohingegen dieser ein genormter Begriff für Häuser ist, die einen bestimmten Energiestandard erfüllen.

Kennzeichnend für Energiesparhäuser ist vor allen Dingen eine hochwirksame Wärmedämmung. Jeder vermiedene Wärmeverlust bedeutet eine Einsparung an Heizernergie und damit an barem Geld.

Häuser verlieren vor allen Dingen an den Außenflächen Wärmeenergie, welche aus Dachflächen, Wänden und Fenstern bestehen. Für diese drei Arten von Außenflächen bestehen jeweils besondere Wärmedämmsysteme. Beim Dach wird vor allem durch Dämmschichten unter der Dachhaut gedämmt. Wärmedämmung bei Außenwänden erreicht man durch einen geeigneten Wandbaustoff, äußere und/oder innere Dämmschichten. Holz hat beispielsweise einen sehr hohen Wärmedämmwert, so dass Holzhäuser wie das Schwedenhaus sehr gut als Energiesparhäuser gebaut werden können. Die bei modernen Häusern üblichen großen Fenster nehmen einen erheblichen Teil der Außenfläche ein. Sie sind daher besonders wichtige Ansatzpunkte für Wärmedämmaßnahmen: Doppelverglasungen minimieren den Verlust durch Wärmeleitung und dichtes Schließen durch stabile Ausführung und sorgfältige Verarbeitung verhindert, dass Kälte durch Zugluft eindringt.

Über die Wärmedämmung hinaus kann ein Haus nach dem Energiesparhaus-Konzept auch über Systeme zur Gewinnung von Energie verfügen. Mit einer Wärmepumpe etwa wird Brennstoff für die Heizung gespart, mit Solarthermie Energie für die Warmwasserbereitung und mit einer Photovoltaikanlage elektrische Energie gewonnen. Wassersparen hat zwar mit Energiesparen nur mittelbar zu tun, spart aber ebenfalls Geld. Aus diesem Grunde dürfen Wasser sparende Toilettenspülungen, Duschen und dergleichen durchaus mit in das Energiesparhaus-Konzept einbezogen werden.

Will man heutzutage ein Haus bauen, sollte man sich in jedem Fall nach einem energiesparenden Massivhaus oder einem Energiesparhaus als Fertighaus umsehen.


Winkelbungalow: Bungalow in gefälliger Form

Eines speziell auch bei Fertighäusern recht verbreitete Form des Einfamilienhauses ist der Winkelbungalow. Sein Grundriss entspricht in der äußeren Kontur einem „L”. Winkelbungalows müssen jedoch keineswegs unbedingt als Fertighaus gebaut werden, sondern man kann durchaus auch ein Massivhaus in Form eines Winkelbungalows bauen.

Der Hausbau ist eine ganz besonders individuelle Sache und ein Winkelbungalow durchaus eine Erwägung wert, wenn man nicht unbedingt das haben möchte, was jeder hat. Im Prinzip gilt für den Winkelbungalow, was für jeden Bungalow gilt: Das typische Merkmal dieses Haustyps ist, dass er stets eingeschossig ist, wobei ein Keller oder ein eventuell vorhandenes ausgebautes Dachgeschoss nicht als Stockwerke zählen und daher auch bei einem Winkelbungalow vorhanden sein können. Da Bungalows entgegen einer verbreiteten Meinung keineswegs ein Flachdach oder ein sehr flaches Satteldach haben müssen, kann letzteres auch bei Winkelbungalows durchaus sinnvoll nutzbar sein.

Der Winkelbungalow mildert einen großen Nachteil des Bungalows ab: Er hat einen besseren Kompaktheitsgrad als ein herkömmlicher Bungalow mit der gleichen Wohnfläche. Außerdem sieht er gefälliger aus, da er weniger lang und schmal ist, als man einen herkömmlichen Bungalow bauen müsste, wenn die Zimmer nicht zu düster werden sollen.

Der innere Winkel beim Winkelbungalow enthält fast immer einen Freisitz oder eine Terrasse, was für manchen ein gutes Argument sein dürfte, sein Haus in Winkelbungalow-Bauweise zu erstellen. Selbstverständlich baut man so, dass dieser Freisitz nach Süden hin offen ist. So hat man einen geschützten Sitzplatz und der Winkelbungalow stellt fast so etwas wie ein halbes Atriumhaus dar.


Passivhaus: Eigenheim mit geringem Energiebedarf

Ein Passivhaus ist immer auch ein Niedrigenergiehaus, da es die gesetzlichen Anforderung an die Energieefizienz eines Hauses übertrifft. Es ist darüber hinaus ein Haus, bei dem nur die zugeführte Frischluft geheizt werden muss. Ohne Luftaustausch müsste man ein Passivhaus überhaupt nicht heizen. Da in der Regel die über die Lüftungsanlage zugeführte Frischluft aber kälter ist, als die abgeführte verbrauchte Luft, geht auf diesem Weg Wärme verloren, besonders, wenn die Lüftungsanlage nicht über eine Einrichtung zur Wärmerückgewinnung verfügt.

Bei Passivhäusern werden vor allem die Wärmeverluste durch Abstrahlung und Konvektion an den Außenwänden durch eine entsprechende wirksame Wärmedämmung minimiert. Trotzdem geht hier immer noch etwas Wärme verloren. Diese wird jedoch durch Wärme ersetzt, die im Innern des Gebäudes entsteht ohne dass dafür Heizenergie aufgewendet werden muss.

Dieser geringe Wärmebedarf wird unter anderem durch die Wärmeabstrahlung von Personen gedeckt, die sich im Haus befinden. Eine weitere Wärmequelle ist die Abwärme von thermischen und motorischen Elektrogeräten, aber auch die aus Sonneneinstrahlung gewonnene Solarenergie kann genutzt werden. Durch ausreichend große Fensterflächen auf der Südseite etwa kann auch während der Heizperiode bei Sonnenschein eine nicht unerhebliche Menge an kostenloser Wärme ins Passivhaus gelangen.

Passivhäuser können, müssen aber nicht bereits beim Neubau als Passivbau erstellt werden. In vielen Fällen ist es auch durch Nachrüstung möglich, aus einem herkömmlichen Haus ein Passivhaus zu machen. Selbstverständlich lassen sich auch Holzhäuser wie das Schwedenhaus als Passivhäuser ausführen. Die verschiedenen Passivhaus Hersteller bieten auch Passivhaus Fertighäuser in vielen Varianten an, darunter findet sich für jeden Geschmack das richtige Eigenheim.


Niedrigenergiehaus: Ökologisch bauen!

Niedrigenergiehaus ist nicht nur ein Bezeichnung, sondern ein Prädikat in dem Sinne, dass der Begriff nur verwendet werden darf, wenn bestimmte Anforderungen erfüllt sind. Niedrigenergiehäuser sind Häuser, die den jeweiligen gesetzlichen Standard über den Heizenergiebedarf je Quadratmeter Wohnfläche übererfüllen.

In Deutschland ist hierfür die jeweils gültige Fassung der bereits sein 2002 bestehenden Energieeinsparverordnung (EnEV) maßgeblich. Hier wird festgelegt, wieviel Heizenergie ein Haus pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr benötigen darf und somit ab wann ein Haus also den Niedrigenergiehaus-Status hat. Die eigentliche Berechnung des Heizwärmebedarfs entsprechend der einschlägigen Vorschriften ist recht kompliziert, da hier eine Reihe von Faktoren berücksichtigt werden.

Im wesentlichen geht es dabei um den so genannten Transmissionswärmeverlust. Dieser kompliziert klingende Ausdruck meint nichts anders als die Wärmeenergie, die ein Haus über seine Außenflächen an die Umgebung abgibt. Der erlaubte Energiebedarf für Niedrigenergiehäuser hängt dabei vom sogenannten Kompaktheitsgrad des jeweiligen Hauses ab. Der Kompkatheitsgrad bezeichnet das Verhältnis zwischen der Oberfläche eines Hauses zu seinem Rauminhalt.

Der maßgebliche Energiebedarf im Sinne der EnEV und des Begriffes Niedrigenergiehaus ist der Primärenergiebedarf, also der Verbrauch an Kohle, Gas oder Öl, der letztendlich entsteht. Da das Ziel dieser Verordnung die Schonung von Umwelt und Ressourcen ist, ist eine solche Bemessungsgrundlage durchaus sinnvoll. Daher bleibt verbrauchte Energie, soweit sie am oder im Haus aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, bei der Berechnung des Bedarfs außen vor.

Eine wesentliche Rolle kommt hier natürlich wiederum der Wärmedämmung zu. Da diese bei einem Holzhaus wie dem Schwedenhaus besonders gut ist, wird ein solches immer eine gute Wahl sein, wenn man ein Haus nach einem Niedrigenergiehaus-Konzept  bauen möchte. So findet man unter den Schwedenhäusern auch Niedrigenergie Fertighäuser, mit denen man nicht nur ein schönes, sondern vor allem energiesparendes Wohnhaus bauen kann.