Durchaus machbar: Passivhaus in Fertigbauweise
Gerade energiesparende Häuser müssen nicht als Massivhaus ausgeführt werden, ein Passivhaus in Fertigbauweise ist durchus ein Option. Energiesparende Häuser sind eine Domäne auf der die modernen Technologien der Fertigbauweise zeigen können, was sie zu leisten imstande sind. Wer ein Fertighaus baut, ist heutzutage zunächst einmal frei in der Wahl der Baustoffe und kann zwischen Holz, Ziegel, Porenbeton und noch mehr Materialien wählen. Es lassen sich daher auch die Wandbauweisen einsetzen, welche die notwendige Wärmedämmung erbringen, die für die gewählte Energiesparstufe des geplanten Hauses erforderlich ist.
Will man ein Haus als Passivhaus ausführen, kommt es außer auf die Wärmedämmung auch auf die Konstruktion des Hauses an, die nicht zuletzt an den Standort angepasst sein muss: Ausreichend große Fensterflächen müssen nach Süden ausgerichtet sein, um Sonnenwärme einzufangen, Dachschrägen, die für Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen genutzt werden sollen, müssen ebenfalls in diese Himmelsrichtung weisen. Da ein Fertighaus heute kein Haus von der Stange mehr ist, lassen sich auch solche Aufgabestellungen mit Hilfe moderner Fertigbau-Technologie bei allen Haustypen ohne weiteres lösen.
Ihren großen Trumpf kann die Fertigbauweise aber bei den Wänden ausspielen: Wände sind heute nicht mehr, wie früher, lediglich plattenförmige Ansammlungen eines bestimmten Baustoffes, sondern durchdachte Konstruktionen aus mehreren Schichten. Anders sind die Anforderungen an die Wärmedämmung nicht zu erfüllen, welche die Konzeption eines Hauses als Passivhaus stellt. Da beim Fertighaus die Bauteile unter Werkstatt- anstatt Baustellenbedingungen gefertigt werden, ist es hier wesentlich leichter und kostengünstiger möglich, hier die erforderliche Qualität zu erreichen.
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