Je nach den örtlichen Gegebenheiten, den eigenen Designvorstellungen und dem vorhandenen Budget, gibt es viele Möglichkeiten, Höhenunterschiede innerhalb oder außerhalb eines Gebäudes durch den Bau einer Treppe zu überwinden. So verschieden die Geschmäcker so verschieden sind auch die Ideen der Treppendesigner und Architekten.
Immer noch häufig zu finden ist die Form der traditionellen Betonkerntreppe. Diese wird bereits beim Bau des Hauses zusammen mit dem Mauerwerk errichtet und ausgegossen, die Treppenstufen können dann je nach Wunsch mit Stein, Holz oder auch Auslegerware verkleidet werden. Eine andere Form, die meist in beengten Räumen zum Einsatz kommt, ist die so genannte Spindeltreppe. Hierbei sind die einzelnen Stufen kreisförmig um das Zentrum, die Spindel beziehungsweise Säule, angeordnet und fest mit ihr verbunden. Der Platzbedarf einer solchen Treppe auf den Grundriss bezogen ist hierbei sehr gering. In Räumen mit äußerst begrenztem Platzbedarf kommt die Raumspartreppe zum Einsatz. Ungewöhnlich bei dieser Variante ist die Einbringung von zwei Steigungen auf einer Trittstufe. Hierdurch ähnelt diese Treppe vom Prinzip her dem einer Leiter, die Füße des Begehers befinden sich immer auf unterschiedlich hohem Niveau. In großzügig bemessenen Räumen hingegen entfaltet die Gradläufige Treppe ihre besondere Wirkung auf den Betrachter. Trotz eines größeren Platzbedarfs vermittelt sie Standhaftigkeit und gibt dem Begeher Sicherheit. Mehr an ein Kunstwerk als an eine Treppe erinnert die, an einer Seite in die Wand eingelassene, Kragtreppe. Die zum Raum hinzeigende Seite der Trittfläche scheint hierbei frei zu schweben. Je nach Geschmack und vorhandenem Platz, es gibt sie für jeden Raum, die richtige Treppe.